Sinusitis: Wann helfen Antibiotika?

Viele Ärzte verschreiben grundsätzlich ein Antibiotikum bei Infektionen der Atemwege wie der Sinusitis. Antibiotika sollten jedoch nur in bestimmten Fällen verabreicht werden – andernfalls ist der Schaden größer als der Nutzen.

Antibiotika werden bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen zur Bekämpfung von bakteriellen Infekten eingesetzt. Weil aber auch Viren eine Sinusitis verursachen können, ist die Gabe von Antibiotika nicht immer hilfreich. Im Gegenteil – bei viraler Ursache der Sinusitis bleibt das Antibiotikum wirkungslos und verursacht unerwünschte Nebenwirkungen.

Schwierige Diagnose des Sinusitis-Typs

Teil des Problems der Gabe von Antibiotika liegt sicherlich in der schwierigen Unterscheidung einer viral und einer bakteriell bedingten Sinusitis. Letztere erkennt man grundsätzlich an

  • starken und hartnäckigen Symptomen über mehr als 2 Wochen
  • eitrigem Nasensekret
  • Fieber

In dieser eindeutigen Form trifft man die Merkmale eines bakteriellen Infekts jedoch selten an. Aufgrund der Symptome oder anhand eines Röntgenbildes lässt sich in den wenigsten Fällen eine eindeutige Diagnose stellen.

Viele Mediziner tendieren in dieser Situation dazu, Antibiotika verfrüht bzw. bei geringem Verdacht auf eine Sinusitis mit Bakterienbildung zu verschreiben. In vielen Fällen unnötig wie mehrere Studien belegen. Bei Patienten mit einer Kieferhöhlenentzündung verschwinden die Sinusitis-Symptome in etwa 80% der Fälle von allein. Antibiotika sorgen nur bei weniger als 10 von 100 Personen für eine Besserung.

Antibiotika - Nebenwirkungen und Resistenzbildungen

Angesichts der niedrigen Erfolgsquote von Antibiotika bei Sinusitis, stellt sich die Frage nach den entstehenden Nachteilen der Anwendung. Mögliche Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Probleme und Pilz-Infektionen sind zwar bekannt, kommen aber eher selten in schwacher Ausprägung vor.

Antibiotika sollten jedoch vor allem aus einem anderen Grund sparsam verwendet werden: Die häufige Einnahme von Antibiotika führt dazu, dass sich bestimmte Krankheitserreger weiterentwickeln bzw. Resistenzen ausbilden. Wenn sich diese Erreger dann verbreiten, können sie mit Antibiotika nicht mehr behandelt werden. Um solchen Resistenzbildungen vorzubeugen, sollten Antibiotika deshalb nicht allein aus vorsorglichen Gründen eingenommen werden.

Wann helfen Antibiotika bei Sinusitis?

Aus den genannten Gründen sind Antibiotika bei einer akuten Sinusitis nicht das Mittel der ersten Wahl. Je nach Schwere der Erkrankung kommen zunächst Sole-Inhalationen und abschwellende oder kortisonhaltige Nasensprays zum Einsatz.

Eine Gabe von Antibiotika ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung dann angezeigt, wenn

  • starke Symptome wie Fieber und eitriges Sekret auftreten
  • die anderen therapeutischen Maßnahmen keine Wirkung zeigen
  • Anzeichen ernsthafter Komplikationen wie Schwellungen um die Augen oder Hautrötungen auftreten
  • weitere schwere Erkrankungen vorhanden sind
  • die Symptome auch nach 1-2 Wochen nicht abklingen

Auch bei einer bakteriell verursachten Sinusitis in der Schwangerschaft sollte auf die Einnahme von Antibiotika nicht verzichtet werden.

Antibiotika sollten nach begonnener Therapie mehrere Tage eingenommen werden, um sicherzustellen, dass alle Bakterien verschwunden sind. Empfohlen wird eine Therapiedauer von 5-7 Tagen.

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