Sinusitis OP – Pro und Contra

Was bringt eine Operation bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung?

Die Krankheistgeschichten von Patienten mit chronischer Sinusitis sind oft langwierig und von häufigen Rückschlagen gekennzeichnet. Von einer Operation versprechen sich viele eine schnelle Heilung. Zurecht? 

Sinusitis OP

Der erfolgreiche Ausgang einer Operation im Bereich der Nasennebenhöhlen ist nur schwer vorhersagbar. Die Vor- und Nachteile sollten gut abgewogen werden.

Die üblichen Therapien und Medikamente der chronischen Sinusitis wie Nasenspülungen, kortisonhaltige Nasensprays und Antibiotika bringen den Betroffenen oft nur wenig Linderung. In der Hoffnung auf ein Ende der Leiden unterziehen sich viele Patienten der chronischen Sinusitis einer Operation. Aber was bringt eine Sinusitis-OP tatsächlich?

  • Welche Operation hilft bei chronischer Sinusitis?
  • Welche operativen Methoden gibt es?
  • Sinusitis-OP - Pro und Contra
  • Fazit

Welche Operation hilft bei chronischer Sinusitis?

Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung kann verschiedene Bereiche betreffen und unterschiedliche Ursachen haben, die wiederum unterschiedliche operative Maßnahmen erfordern. Vor einer Sinusitis-OP muss daher jeder Fall einzeln beurteilt werden.

Ziel einer Sinusitis-OP ist es, den ungestörten Sekretfluss von den Nebenhöhlen in die Nase wiederherzustellen und die Belüftung der Nebenhöhlen zu ermöglichen. Die der chronischen Sinusitis zugrunde liegende Störung des Sekretflusses entscheidet über die Wahl der Operation. Folgende operative Maßnahmen können zur Linderung der Beschwerden beitragen:

  • Entfernung von entzündetem Gewebe
  • Verkleinerung der Nasenmuschel
  • Entfernung von gutartigen Tumoren, die sich in den Nebenhöhlen bilden können (Nasenpolypen)
  • Begradigung einer krummen Nasenscheidewand
  • Nasennebenhöhlenpunktion

Welche operativen Methoden gibt es?

Die Verkleinerung der Nasenmuschel wird heute nur noch selten vorgenommen. Auch die Punktion, bei der die entzündete Nasennebenhöhle angestochen wird, um eitriges Sekret abzulassen, wurde von neueren Methoden fast vollständig verdrängt. Sie ist schmerzhaft, behebt nicht die Ursache und entlastet die Patienten nur kurzfristig.

Die heute gängigste OP bei chronischer Sinusitis ist eine funktionelle endoskopische Operation der Nasennebenhöhlen (FESS). Dabei bedient sich der Chirurg eines Endoskops, mit dem er über die Nasenlöcher bis zum Problembereich vordringt. Hier beseitigt er Engstellen oder Störfaktoren wie Nasenpolypen, um Belüftung und Sekretfluss in den Nebenhöhlen wieder zu gewährleisten.

Die endoskopische OP ist gegenüber früheren Methoden sehr schonend und kaum schmerzhaft. In den meisten Fällen kann der Patient die Klinik nach 1 Tag wieder verlassen. Bei der Entfernung von Nasenpolypen bleibt das Risiko zwar bestehen, dass die Polypen wieder nachwachsen, die OP kann aber problemlos wiederholt werden.

Auch das Problem einer krummen Nasenscheidewand kann auf endoskopischem Weg behoben werden. Bei einer Nasenscheidewand-OP wird die Schleimhaut vorsichtig gelöst und Knorpel oder Knochen werden begradigt.

Ein alternatives Verfahren zur endoskopischen Sinsuitis-OP ist die sogenannte Ballondilatation (auch: Sinuplastie). Dabei handelt es sich um eine ambulante Operation, die eher bei einfachen Fällen der chronischen Sinusitis angewendet wird. Mithilfe eines Katheters wird ein Ballon in die Nase eingeführt, der am Eingang der Nasennebenhöhlen langsam aufgeblasen wird. Verengte Öffnungen, die einen ungestörten Schleimabfluss verhindern, können so erweitert werden.

Die Ballondilatation ist ein vergleichsweise einfacher Eingriff und mit einer geringen Komplikationsrate verbunden. Sind vergrößerte Nasenpolypen vorhanden, ist die Ballondilatation jedoch ungeeignet. Zudem liegen noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor, die den langfristigen Nutzen dieser OP belegen.

Schließlich besteht noch die Möglichkeit, mittels Lasertechnik die geschwollene Schleimhaut zu verkleinern. Mithilfe einer solchen Operation soll die Schwellung der Schleimhaut im Infektionsfall verringert werden. Dadurch erhofft man sich einen gemilderten Verlauf der Infektionsphasen, weil es nicht so schnell zu Verstopfungen im Bereich der Nasennebenhöhlen kommt.

Sinusitis-OP – Pro und Contra

Operationen im Bereich der Nasennebenhöhlen sind äußerst anspruchsvolle chirurgische Maßnahmen, die gut bedacht werden sollten.

Pro

  • eine Operation kann bei Sinusitis zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen
  • in 80% der Fälle bessert eine Sinusitis-OP den Gesundheitszustand der Patienten
  • die heutigen Operationsmethoden sind schonend und ermöglichen eine schnelle Genesung
  • insbesondere für Patienten, bei denen die medikamentöse Sinusitis-Behandlung nicht anschlägt, stellt eine Operation eine Alternative dar

Contra

  • in vielen Fällen kehren die Beschwerden nach einer Operation wieder
  • Nasenpolypen können entfernt werden, aber nach einiger Zeit auch wieder nachwachsen
  • es fehlen Untersuchungen über die Langzeit-Wirkung von Operationen bei Nasennebenhöhlenentzündung
  • die Gefahr, dass wichtige Strukturen zur Befeuchtung der Nase bei einer OP irreversibel geschädigt werden, ist vorhanden
  • viele Patienten klagen nach einer OP über trockene Schleimhäute
  • in etwa 1% der Fälle werden benachbarte Strukturen beschädigt, was z.B. zu einer Hirnhautentzündung, einer Augenentzündung oder zum Erblinden führen kann
  • Gefahren sind vor allem bei Operationen im Bereich der Stirnhöhlen vorhanden
  • eine Beeinträchtigung des Riechvermögens und die Entstehung von Blutungen sind bei etwa 10 % die vorübergehenden Folgen einer Operation 

Fazit

Eine Operation ist bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung kein Wundermittel: Sie kann Häufigkeit und Heftigkeit der Symptome mildern - ein vollständiges Verschwinden der Symptome ist eher nicht zu erwarten. Die Patienten müssen daher auch nach einer OP weiterhin therapeutisch betreut werden.

Trotzdem kann eine OP die Symptome der Sinusitis lindern bzw. zeitweise abstellen. Eine Operation sollte insbesondere dann in Erwägung gezogen werden, wenn die medizinische Therapie der Sinusitis keine Besserung bringt.

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