Diagnose der chronischen Sinusitis

Die Diagnose einer chronischen Sinusitis erfolgt in mehreren Schritten. Zum Einsatz kommen ein Endoskop, ein Röntgenbild der Nasennebenhöhlen und weitere Untersuchungen.

Diagnose einer Sinusitis
Die fachgerechte Diagnose einer chronischen Sinusitis sollte durch einen Arzt – am besten einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt – erfolgen.

Wie erkennt der Arzt eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung?

Ihr Arzt kann eine sichere Diagnose in der Regel nach einer Abfolge verschiedener Untersuchungen stellen. Folgende Untersuchungen können Teil einer Sinusitis-Diagnose sein:

  1. Anamnese und körperliche Untersuchung
  2. Endoskopie und Nasenabstrich
  3. Allergietest (eventuell)
  4. Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung (eventuell)
  5. Computertomographie

1. Anamnese und körperliche Untersuchung

Im Gespräch fragt der Arzt Ihre körperlichen Beschwerden ab. Die typischen Symptome wie eitriges Nasensekret, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit liefern erste Hinweise auf die Diagnose einer Sinusitis. Danach schaut der Arzt in die Nasenhöhle unter Zuhilfenahme eines Nasenspekulums (Instrument zur Spreizung des Naseneingangs). Durch ein gründliches Abtasten des Gesichts kann festgestellt werden, ob bei leichtem Druck auf die Nasennebenhöhlen Schmerz entsteht – ein weiterer Hinweis auf eine Entzündung.

2. Endoskopische Untersuchung und Nasenabstrich

Mithilfe eines Endoskops, das der Arzt in die Nase oder den Mund einführt, lässt sich oft schon erkennen, welche der Nasennebenhöhlen von der Entzündung betroffen sind und ob anatomische Besonderheiten als möglicher Auslöser der Sinusitis vorliegen.

Bei Verdacht auf eine bakterielle Entzündung kann dabei auch ein Nasenabstrich, also eine Probe des Nasensekrets, entnommen und auf Erreger untersucht werden. Diese Probe kann dann für die Wahl des Medikaments entscheidend sein.

3. Allergietest

Wenn als Ursache einer chronischen Sinusitis eine Allergie vermutet wird, kann ein Allergietest genauere Auskunft geben.

4. Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung

Eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung macht eine genauere Diagnose der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung möglich. Eine angeschwollene und entzündete Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen stellt sich auf einem Röntgenbild als eine weißliche Verfärbung dar und lässt sich so leicht sichtbar machen. Eventuell können je nach Ergebnis der Untersuchung auch weitere Rückschlüsse auf die Ursache der chronischen Sinusitis gezogen werden. Allerdings ist ein Röntgenbild keine Voraussetzung für eine Sinusitis-Diagnose – von daher entscheidet im Einzelfall der Arzt, ob eine solche Untersuchung notwendig ist.

5. Computer- oder Kernspintomografie

Ein höher auflösendes Bildgebungsverfahren als die Röntgenuntersuchung ist in jedem Fall die Computertomografie (CT). Sollte eine Operation bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung (z. B. bei einer verbogenen Nasenscheidewand) infrage kommen, wird vorher auf jeden Fall ein CT oder auch eine Kernspintomografie durchgeführt. Mittels dieser Techniken kann der Chirurg genau erkennen, welche Nasennebenhöhlen von der Entzündung betroffen sind, wie weit sich diese ausdehnt und welche weiteren Maßnahmen zu treffen sind.


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