Sinusitis - Symptome der Nasennebenhöhlenentzündung

Was sind die Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung?

Grundsätzlich ähneln sich die Symptome der akuten und der chronischen Sinusitis. Dazu gehören
vor allem Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase und ein allgemeines Gefühl der Abgeschlagenheit.

Sinusitis Symptome

Kopf- und Druckschmerzen im Gesicht sind typisch für Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Meist verstärken sich diese Schmerzen beim Vorbeugen des Rumpfes.

Symptome bei akuter Sinusitis

Art und Ort des Kopfschmerzes sind bei der akuten Nasennebenhöhlenentzündung abhängig von der entzündeten Nebenhöhle, jedoch werden vorrangig Kopfschmerzen im Bereich der Stirn und der Augen verursacht. Hinzu kommt meist ein ständig spürbarer Druck hinter den Augen und im Bereich der entzündeten Nebenhöhlen, der sich beim Bücken, Husten oder Niesen kurzzeitig verstärkt. Auch Fieber gehört zu den Symptomen einer akuten Sinusitis.

Symptome bei chronischer Sinusitis

Wird die Sinusitis chronisch, können weitere Symptome wie ein eingeschränkter Geruchssinn, eitriger Schnupfen und ein geschwollenes Gesicht hinzukommen.

Außerdem sind folgende Symptome typisch für eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung:

  • Belegte Stimme, Räuspern
  • Ständiger Sekretfluss im Rachen / Kloßgefühl im Hals (sinubronchiales Syndrom)
  • Ohrenschmerzen
  • Mundgeruch
  • Verschwollene Augen
  • Polypenbildung

Verlauf der Symptome bei chronischer Sinusitis

Wird die akute Sinusitis rechtzeitig behandelt, klingen die Symptome in 60-80% der Fälle nach 2-3 Wochen wieder ab und verschwinden vollständig. Wichtig ist dabei, dass die Symptome gut auskuriert werden, um eine erneute Verschlechterung der Sinusitis zu verhindern.

Bei Patienten, die aufgrund anatomischer Engstellungen anfällig für eine chronische Sinusitis sind, verläuft eine Nasennebenhöhlenentzündung oft in 2 Phasen:

  • In Phase 1 treten nacheinander die typischen Erkältungssymptome wie Fieber und Gliederschmerzen auf, weil eine Sinusitis oft von einem grippalen Infekt begleitet wird. Nach diesem ersten Erkältungsschub verbessern sich die Symptome wieder.
  • In Phase 2 treten die Symptome in den Hintergrund, verschwinden aber nicht vollständig. Nun reichen kleine Infekte und die Symptome kehren wieder, oftmals weniger stark aber dafür hartnäckiger als zuvor. Neben Abgeschlagenheit und einem unangenehmen Druck hinter den Augen, klagen Patienten oft über einen stetigen Sekretfluss im Rachen, dem sogenannten Postnasal Drip Syndrom.

Wird die chronische Sinusitis nicht rechtzeitig behandelt, kann es in seltenen Fällen auch zu ernsthaften Komplikationen kommen. Die Entzündung der Nebenhöhlen greift dann auf benachbarte Strukturen über, wie z.B. die Augenhöhlen, die Hirnhaut oder das Mittelohr (insbesondere bei Kleinkindern). In diesen Fällen ist die Möglichkeit einer Operation in Betracht zu ziehen.

Chronische Sinusitis - Anzeichen für ernsthafte Komplikationen

In seltenen Fällen - z.B. wenn sich die Entzündung auf benachbarte Bereiche (Gehirn, Augen) überträgt - kann es zu ernsthaften Komplikationen kommen.

Anzeichen für eine solche Entwicklung der chronischen Sinsuitis sind 

  • hohes Fieber
  • Schwellungen oder rötliche Verfärbungen der Gesichtshaut
  • Lichtempfindlichkeit
  • starke Schmerzen 

Melden Sie solche Anzeichen umgehend Ihrem behandelnden Arzt, um irreversible Schäden zu verhindern.

Chronische Sinusitis - Häufig wiederkehrende Erkrankungen

Häufig wiederkehrende Erkrankungen (akut rezidivierender Verlauf) oder nicht ausheilende Symptome deuten auf die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung hin.

Anatomische Besonderheiten wie enge Durchgänge zwischen Nase und Nebenhöhlen oder eine gebogene Nasenscheidewand können hier die Ursache sein. Die Sinusitis tritt dann häufiger als viermal pro Jahr auf – oft ohne dass die Symptome in der Zwischenzeit vollständig abklingen.


Therapie bei chronischer Sinusitis

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