Sinusitis maxillarisKieferhöhlenentzündung – Ursachen, Symptome, Behandlung

Nasennebenhöhlen

Die Grafik zeigt die Nebenhöhlen der Nase. Die Kieferhöhlen befinden sich links und rechts der Nase unterhalb der Augenhöhlen und oberhalb der Backenzähne des Oberkiefers.

Die Kieferhöhlen (Sinus maxillaris) sind die größten Nebenhöhlen der Nase. Sie liegen rechts und links der Nasenflügel und sind über Öffnungen direkt mit dem mittleren Nasengang verbunden. Durch die Öffnungen zur Nasenhöhle ist die Belüftung der Kieferhöhlen gewährleistet.

Aufgrund dieser Nähe zur Nasenhöhle sind von einer Infektion der Nasenschleimhaut meist auch die Kieferhöhlen betroffen. Die Sinusitis maxillaris zählt deshalb zu den häufigsten Typen der Sinusitis.

Wie entsteht eine Kieferhöhlenentzündung?

Wenn im Rahmen einer gewöhnlichen Erkältung die Schleimhaut der Nase entzündet ist, greift die Infektion schnell auf die Kieferhöhlen über. In diesem Fall sind die Auslöser meist viraler oder bakterieller Natur. Die Erreger gelangen über Öffnungen der Nasenhöhle auch in die benachbarten Kieferhöhlen und verursachen hier eine Entzündung der Schleimhaut. Diese schwellt an und produziert vermehrt Schleim, um sich vor den Erregern zu schützen.

Seltener steht auch eine Verletzung der Schleimhaut in den Kieferhöhlen am Anfang einer Sinusitis maxillaris. Dazu kann es zum Beispiel bei einer Zahnentfernung oder bei Knochenbrüchen im Gesichtsbereich kommen. Auch eine Entzündung der Zahnwurzeln im Bereich des Oberkiefers kann eine Kieferhöhlenentzündung verursachen (dentogene Kieferhöhlenentzündung).

Symptome – So erkennen Sie eine Sinusitis maxillaris

Das wesentliche Symptom einer Sinusitis maxillaris ist ein dumpfes Druckgefühl im Bereich der Kieferhöhlen, das sich zu pochenden Gesichtsschmerzen steigern kann. Besonders beim Vorbeugen des Rumpfes ist dieses Druckgefühl deutlich spürbar. Außerdem kann eine Kieferhöhlenentzündung mit Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und eitrigem Nasensekret einhergehen.

Aufgrund der Nähe der Kieferhöhlen zu den oberen Backenzähnen können bei der Sinusitis maxillaris Schmerzen auch in den Kiefer ausstrahlen. Anders als bei der dentogenen Sinusitis liegt die Ursache hier aber nicht in der Entzündung einer Zahnwurzel, sondern in der Entzündung der Schleimhaut der Kieferhöhlen. Für die Patienten kann sich trotzdem der Eindruck von Zahnschmerzen einstellen.

Typisch für eine chronische Sinusitis maxillaris ist auch ein als sinubronchiales Syndrom bekanntes Phänomen. Dabei fließt Sekret, das im Nasen-Rachenraum entsteht, den Rachen hinunter und überträgt die Entzündung auf die unteren Atemwege. Husten und verschleimte Bronchien können die Folge dieses Verlaufs sein.

Die chronische Kieferhöhlenentzündung

Als chronisch wird eine Kieferhöhlenentzündung bezeichnet, wenn die Beschwerden 2–3 Monate anhalten und häufig wiederkehren. Eine chronische Sinusitis maxillaris geht häufig mit weniger starken, aber hartnäckigen Symptomen einher. Dazu gehören Druckschmerzen, Abgeschlagenheit und eine konstant behinderte Nasenatmung.

Ein solcher Verlauf kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden: Anatomische Engstellen in der Nase, eine krumme Nasenscheidewand oder Nasenpolypen zum Beispiel können den natürlichen Schleimfluss behindern und die Belüftung der Nasennebenhöhlen verschlechtern. Erreger und Schadstoffe haben dadurch verbesserte Chancen, sich in den Kieferhöhlen festzusetzen und sich zu vermehren.

Auch allergische Reaktionen wie z. B. Heuschnupfen (allergische Rhinitis) sind nicht selten an der Entstehung einer chronischen Sinusitis maxillaris beteiligt. Bei Kindern sind es auch häufig vergrößerte Rachenmandeln, die den Schleimfluss stören.

Behandlung einer Kieferhöhlenentzündung

Die Behandlung einer Sinusitis kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:

  • Konservativ wird die akute Sinusitis maxillaris je nach Schwere der Symptome mit abschwellenden oder kortisonhaltigen Nasensprays, Antibiotika (bei bakteriellen Infektionen) und pflanzlichen Schleimlösern behandelt.
  • Schmerzmittel mit den Wirkstoffen ACC, Ibuprofen oder Paracetamol tragen zu einer Verbesserung des Befindens bei (Medikamente bei Sinusitis).
  • Aber nicht nur schulmedizinische Mittel versprechen Erfolg. Bei leichten bis mittleren Beschwerden haben sich auch schonendere Methoden bei einer Kieferhöhlenentzündung wie pflegende Nasensprays, Nasenspülungen oder Sole-Inhalationen bewährt.
  • Auch viele Hausmittel eignen sich hervorragend, um die Symptome abzumildern. Hier finden Sie die 8 besten Hausmittel bei Nasennebenhöhlenentzündungen.
  • Das Atemtherapiegerät RC-Cornet® PLUS NASAL löst festsitzendes Sekret im Nasenrachenraum und wirkt regenerierend auf die stark beanspruchte Schleimhaut besonders bei chronischer Kieferhöhlenentzündung.
  • Eine Operation im Bereich der Nasennebenhöhlen kann sinnvoll sein, wenn Komplikationen drohen oder immer wieder akute Infektionen auftreten.
  • Die dentogene Sinusitis maxillaris wird vom Zahnarzt behandelt, weil die verursachende Entzündung im Bereich des Zahnapparats und nicht in den Kieferhöhlen zu finden ist. Hier kann es notwendig werden, den entzündeten Zahn zu ziehen.

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