Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis frontalis)

Eine Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis frontalis) ist eine Entzündung der Schleimhaut in der Stirnhöhle, einer Nebenhöhle der Nase. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Die Behandlung der Symptome kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.

Nasennebenhöhlen

Die Grafik zeigt die Nebenhöhlen der Nase. Die Stirnhöhle befindet sich oberhalb des Nasenbeins. Sie teilt sich in 2 Kammern, die durch eine dünne Scheidewand getrennt sind.

Die Stirnhöhle (Sinus frontalis) ist ein kammerartiger Hohlraum im vorderen Bereich der Stirn. Wie alle Nebenhöhlen der Nase ist sie mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Über eine Öffnung ist die Stirnhöhle direkt mit der Nasenhöhle verbunden und wird über diese belüftet.

Aufgrund der Nähe zur Nasenhöhle ist von einer einfachen Infektion der Nasenschleimhaut meist auch die Stirnhöhle betroffen. Die Sinusitis frontalis zählt deshalb wie die Sinusitis maxillaris zu den häufigsten Typen der Sinusitis.

Wie entsteht eine Stirnhöhlenentzündung?

Wenn im Rahmen einer gewöhnlichen Erkältung die Schleimhaut der Nase entzündet ist, greift die Infektion schnell auf die benachbarten Nebenhöhlen über. Mangelnde Belüftung und ein gestörter Schleimfluss bilden dabei einen idealen Nährboden für die Erreger. Meist sind es Viren oder Bakterien, die über Öffnungen der Nasenhöhle in die Stirnhöhle gelangen und auch hier eine Entzündung der Schleimhaut verursachen.

Während eine akute Stirnhöhlenentzündung meist nach 1–2 Wochen von allein wieder verschwindet, spielen bei einer chronischen Sinusitis frontalis weitere Faktoren eine Rolle. Als Ursache kommen z. B. anatomische Engstellen, Allergien oder Belüftungsstörungen infrage, die eine permanente Belastung für die Atemwege darstellen.

Symptome – So erkennen Sie eine Sinusitis frontalis

Das Hauptsymptom einer Sinusitis frontalis ist ein Druckgefühl im Bereich der Stirn und der Augenhöhlen. Ein Vorbeugen des Kopfes kann den Druck bis hin zu einem stechenden Schmerz verstärken. Außerdem kann eine Stirnhöhlenentzündung mit Kopfschmerzen, eingeschränktem Geruchssinn und eitrigem Nasensekret einhergehen.

Eine besonders stark ausgeprägte, unbehandelte Stirnhöhlenentzündung kann auch zu einer gefährlichen Übertragung der entzündlichen Prozesse auf andere Regionen führen. Mögliche Folge ist eine Eiter- und Abszessbildung im Bereich der Augenhöhle sowie eine Hirnhautentzündung.

Die chronische Stirnhöhlenentzündung

Als chronisch wird eine Sinusitis frontalis bezeichnet, wenn die Beschwerden über mehrere Monate anhalten oder häufig wiederkehren. Ein solcher Verlauf kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:

  • Anatomische Engstellen in der Nase (z. B. eine krumme Nasenscheidewand, große Nasenmuscheln oder Nasenpolypen) können den natürlichen Schleimfluss behindern und die Belüftung der Nasennebenhöhlen verschlechtern. Erreger und Schadstoffe haben dadurch verbesserte Chancen, sich in der Stirnhöhle festzusetzen und sich zu vermehren.
  • Auch allergische Reaktionen (z. B. Heuschnupfen), die permanente Schleimhautschwellungen verursachen, sind häufig an der Entstehung einer chronischen Sinusitis frontalis beteiligt.

Eine chronische Stirnhöhlenentzündung kann auch mit weniger starken, aber permanenten Symptomen verlaufen. Dazu gehören Druckschmerzen, Abgeschlagenheit und eine konstant behinderte Nasenatmung.

Behandlung einer Stirnhöhlenentzündung

Die Behandlung einer Sinusitis kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:

  • Konservativ wird die akute Sinusitis frontalis je nach Schwere der Symptome mit abschwellenden oder kortisonhaltigen Nasensprays, Antibiotika (bei bakteriellen Infektionen) und pflanzlichen Schleimlösern behandelt.
  • Schmerzmittel mit den Wirkstoffen ACC, Ibuprofen oder Paracetamol tragen zu einer Verbesserung des Befindens bei (Medikamente bei Sinusitis).
  • Aber nicht nur schulmedizinische Mittel versprechen Erfolg. Bei leichten bis mittleren Beschwerden haben sich auch schonendere Methoden bei einer Kieferhöhlenentzündung wie pflegende Nasensprays, Nasenduschen oder Sole-Inhalationen bewährt.
  • Auch viele Hausmittel eignen sich hervorragend, um die Symptome abzumildern. Hier finden Sie die 8 besten Hausmittel bei Nasennebenhöhlenentzündungen.
  • Das Atemtherapiegerät RC-Cornet® PLUS NASAL löst festsitzendes Sekret im Nasen-Rachenraum und wirkt regenerierend auf die stark beanspruchte Schleimhaut besonders bei chronischer Kieferhöhlenentzündung.
  • Eine Operation im Bereich der Nasennebenhöhlen kann sinnvoll sein, wenn Komplikationen drohen oder immer wieder akute Infektionen auftreten.
  • In seltenen Fällen wird die Stirnhöhle in Höhe der Augenbrauen punktiert (Stirnhöhlenpunktion, auch Beck-Bohrung). Durch die Öffnung können Sekret und Eiter abgesaugt und die Stirnhöhle mit Antibiotika durchgespült werden.
  • Die dentogene Sinusitis maxillaris wird vom Zahnarzt behandelt, weil die verursachende Entzündung im Bereich des Zahnapparats und nicht in den Kieferhöhlen zu finden ist. Hier kann es notwendig werden, den entzündeten Zahn zu ziehen.

Das könnte Sie interessieren: